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"Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen"

heißt der neue Roman von Margit Schreiner, der Anfang Februar 2021 im Schöffling Verlag erscheint.

„Ich glaube das siebte Lebensjahr des Menschen wird gnadenlos unterschätzt. Alle starren immer nur auf die Pubertät, aber die Pubertät beginnt im Grunde viel früher. Es muss sich erst einmal vieles ansammeln, bis es dann explosionsartig austritt.“ So beginnt das neue Buch von Margit Schreiner, in dem es nicht nur um die Entwicklung der Siebenjährigen geht, sondern auch um den Blick der erwachsenen auf das Kind, das sie einmal war.

„Was habe ich eigentlich, sechsundsechzigjährig, in einem Haus am Rande eines Naturschutzgebietes sitzend und schreibend, mit einer Siebenjährigen zu tun? Erfinde ich diese Siebenjährige, indem ich über sie schreibe, oder hat es sie wirklich gegeben, und wenn ja, war sie vielleicht ganz anders, als ich sie beschreibe? Ist auch nur irgendetwas daran real oder sind es Chimären am Horizont eines glasklaren Föhntages? Wenn ich mich vor den Spiegel stelle, kann ich keine Spur dieser Siebenjährigen in meinem Gesicht entdecken. Alles nur in meinem Kopf, seinem Universum und den Paralleluniversen.“

„Die alte Angst habe ich immer noch. Ich wache morgens auf und sie ist plötzlich da. Wie in meiner Kindheit. Vielleicht habe ich ja damals Angst gehabt, weil ich noch so jung war und habe jetzt Angst, weil ich schon so alt bin. Alle Zustände, die von außen betrachtet gleichbleiben, sind ja, von innen her betrachtet, grundverschieden. Weil sich die Angst mit der jeweiligen Situation, in der wir uns befinden, verändert. Und diese Änderung geht dann in alle folgenden Ängste ein und verändert sie wiederum. Alle Erinnerungen sind so gebaut. Und wir selbst nichts als Erinnerung.“

Margit Schreiner schreibt mit Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen ein großes Lebensprojekt, ein Buch der Kindheit, des Erinnern und ein Buch des Erwachsenwerdens, wie es in der deutschsprachigen Literatur bislang keines gibt. (Vorschau Frühjahr 2021 des Verlages Schöffling & Co.)

 

"Sind Sie eigentlich fit genug?"

Das neue Buch von Margit Schreiner erscheint im August 2019

Wenn Margit Schreiner nicht an Romanen arbeitet, schreibt sie Artikel für Zeitungen und Zeitschriften, Statements zu aktuellen politischen Themen und vor allem Essayistisches: "Jede schriftliche Äußerung erfordert eine viel genauere Auseinandersetzung mit Themen als alles Mündliche. Die Ausdrucksweise in der öffentlichen Auseinandersetzung wird immer gröber und undifferenzierter, da muss man sich manchmal zu Wort melden."

Nach dem großartigen Essayband "Schreibt Thomas Bernhard Frauenliteratur?", in dem Schreiner zu der Schlussfolgerung kommt: "Thomas Bernhard IST eine Frau", folgt nun ein Band mit neuen Essays und betrachtender Prosa.

Unter dem Oberbegriff "Literarisches" denkt sie über Sprachformen wie "Rührei oder Eierspeis" nach, bei "Biographisches" geht es unter anderem um den "Roten Faden". "Weibliches" inspiriert sie zu dem hinreißenden Essay über "Muttertag, der Tag des Wellensittichs", "Redliches" zum "Seepferdchen im Kopf". Sie schreibt über Margaret Atwood und Jane Bowles und fragt schließlich unter dem Stichwort "Politisches":"Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?" Und immer zeigt Margit Schreiner ihren unverwechselbaren Bliuck auf unsere Welt.

 

Aktuelle Termine & Lesungen

Buchpremiere "Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen" am 8. Februar 2021 im Stifterhaus in Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz

Buchpremiere "Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen" am 15.02.21 um 18 Uhr in der Gesellschaft für österreichische Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien

(abgesehen von möglichen Änderungen durch verordnete Maßnahmen)

Kein Platz mehr - Ausmisten mit Margit Schreiner

"Ausmisten mit Margit Schreiner" in der ORF2 Sendung kulturMontag vom 12. Februar 2018

"Kein Platz mehr"

Das neue Buch von Margit Schreiner

Zettel, Tagebücher, Korrespondenzen, Zeitungsartikel, Fotos, Nippes aller Art: »Allein die Dinge, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln!«

Gewohnt überspitzt und mit reichlich schwarzem Humor wettert Margit Schreiner über die Fülle, mit der wir uns tagtäglich umgeben. Dabei bleibt niemand verschont: Bruno stapelt Unterlagen in seiner neu hinzugemieteten (um Platz zu schaffen!) Bibliothek, Hans und Maria kaufen zwar nichts Neues, schmeißen aber auch nichts weg, Rudi und Franca leben in einem vollgestellten Schloss am Lago Maggiore und selbst bei Willi auf dem Land wird es eng. Da hilft nur das Aus- und Aufräumen – wenngleich dies noch mehr zutage fördert.

Ein so amüsanter wie treffender Roman über den Mangel an Platz, über Schriftsteller, die wie Messies leben, sowie über die problematische Müllentsorgung in Italien. Am Beispiel Japans geht Margit Schreiner der weltweiten Platzfrage nach, zeigt die irrwitzigen Folgen des Platzmangels und des Lärms auf ganze Gesellschaftsstrukturen. Wer glaubt, dass da nur noch die Flucht in den Himalaya oder den kanadischen Urwald bleibt, irrt sich. Denn ganz gleich, wie man es dreht und wendet: Es gibt keinen Platz mehr.

"Kein Platz mehr"

Das neue Buch von Margit Schreiner ist seit 6. Februar 2018 im Buchhandel erhältlich.