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Die Rosen des Heiligen Benedikt

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Die  Rosen des Heiligen Benedikt

Schöffling & Co  2002
ISBN 3-89561-272-3
D: € 19,90
A: € 20,50
CH: SFR  34,50
(Doppelband: "Die Rosen des Heiligen Benedikt" und "Mein erster Neger")

Liebes- und Hassgeschichten nennt Margit Schreiner ihre fünfzehn hier versammelten Erzählungen. Das lässt schon ahnen, dass hier nicht rosarote Romanzen ausgebreitet werden, sondern handfestere Dinge zur Sprache kommen. Dinge, die nicht unbedingt zum Träumen anregen. Auf einen Nenner gebracht: Um den Durchbruch der Triebe geht es in diesen Band, um das Einbrechen des Tierhaften in die Welt der zivilisierten, scheinbar kultivierten und selbstbeherrschten Menschen. Margit Schreiner nähert sich diesem Thema mit jenem hintergründigen Humor, der manchmal ein wenig grausig wirkt, ja abgründig und erschreckend präzise. Da ist die Mutter, die den Familiehund wie einen Menschen behandelt und ihren kleinen Sohn wie einen Hund, woraufhin der Sohn langsam tatsächlich Verhaltensweisen eines Vierbeiners annimmt. Oder da ist der Senner, der sich ernsthaft in eines seiner Schafe verliebt und damit einen Sturm der Entrüstung unter den wohlanständigen Bürgern auslöst. So skurril die Geschichten auf den ersten Blick scheinen mögen – gerade das berühmt-berüchtigte Körnchen Wahrheit ist es, das ihnen jenen zwiespältig bitteren, makaberen Beigeschmack verleiht., Horror der sanften, der menschlichen Art - und Spannung, die einem wirklich den Atem raubt.

Rezensionen

„Freunde der Literatur und der Geschichten, die das Sexualleben schreibt, müßten das schmale Werk zu schätzen wissen... In leichter, trockener Prosa berichtet Margit Schreiner von menschlichen Absonderlichkeiten, die eben dort besonders zahlreich zu registrieren sind, wo Eros – der kleine dralle Gott – das Kommando hat.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Sind Mönche allesamt lüsterne Burschen und Selbstbefriediger? Sind alte Männer unwiderstehliche Liebhaber junger Mädchen? Was ist das für ein Bruder, der zum Tier wird und die Rolle des Hundes spielt, den die Mutter über alles liebt?.. An die Grenzen des Menschenmöglichen stößt Margit Schreiner als Erzählerin in fast jeder ihrer Geschichten.“
Süddeutsche Zeitung

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