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Die Liebes- und Lebensgeschichten Margit Schreiners werden von besonderen Menschen bevölkert: Da sind der schwermütige Onkel Hans und der herrische Onkel Franz, Wicki und die Matrosen, der Vater mit den Samtohren. Nichts ist ihrem subversiv kindlichen Blick fremd – nicht Weihnachten mit Ananasbowle, nicht die großen, aber noch leeren Bikinikörbchen. Sie erzählt von ihrer ersten Beichte, von der kommunistischen Weihnacht in der WG, davon, wie sie einmal bei einer Klosterführung in Italien ein amerikanischer Mönch bei der Hand nahm und wie kompliziert der erste Schwangerschaftstest verlief. Sie beschreibt das Außergewöhnliche im Alltäglichen. Nichts Menschliches und nichts Unmenschliches ist ihr fremd. Mit poetischer Kraft und sprachlicher Brillanz folgt Margit Schreiner den Spuren ihrer Erinnerung und ihrer Sehnsucht nach dem Vater mit den Samtohren, die für immer uneinholbar ist. Diese leichtfüßigen und berückenden Geschichten eines Lebens zeigen, dass die Erinnerung die einzige Möglichkeit ist, die Vergangenheit zu ändern.
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