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Buch der Enttäuschungen Buch der Enttäuschungen (Taschenbuch)

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Buch der Enttäuschungen

Schöffling & Co 2005
ISBN 3-89561-276-6
D: € 18,90
A: € 19,50
CH: SFR 34,30

Impressum

»Wer hätte gedacht, dass unsere Eltern uns einmal so im Stich lassen würden.«

»Das Sterben war mir, verglichen mit meinem Leben, leichter gefallen als ich gedacht hatte. Zum letzten Mal ausatmen und niemals mehr einatmen bedarf keines großen Aufwands. Es ergibt sich fast von selbst. Wenn man erst einmal einverstanden ist.«
Was aber ist das Leben? Die Kindheit, in der die Möglichkeiten grenzenlos scheinen und wir uns auf Entdeckungsreisen begeben, von unseren Eltern jedoch missverstanden werden?
Beginnt das Leben mit dreißig, wenn wir unsere Entscheidungen treffen - und gleichzeitig die Angst lauert, es könnten die falschen sein? Mit fünfzig, wenn wir den Preis für diese Entscheidungen zahlen und zu Nörglern werden?

Margit Schreiners schonungsloser, unbestechlicher Blick dringt tief unter die Oberfläche menschlicher Existenz. Mit virtuoser Erzählkraft und Prägnanz beschreibt das BUCH DER ENTTÄUSCHUNGEN den unaufhaltsamen Prozess der Desillusionierung, der das Leben charakterisiert. (Verlagstext)

 

Rezensionen:

"Buch der Enttäuschungen"- das klingt nach routiniertem Lamento und pflichtschuldiger Depression. Wer aber von Enttäuschungen sprechen will, muß auch von der Erwartung und vom Glücksverlangen reden. Muß einen lichten Horizont der Hoffnung erzeugen, auf daß er sich verdüstere. Wirkliche Bücher der "Enttäuschung" sind deshalb oft besonders vitale Bücher. Mit matter Misanthropie ist es jedenfalls nicht getan. Und sie ist auch nicht Schreiners Fall. Schmerzvolle wechseln mit komödienhaften Passagen...
Gut tut jedenfalls dieses von der Tragik und Komik des Lebens gleichermaßen durchdrungene, angenehm unberechenbare Buch. Die Autorin hat damit ihr bisher poetischstes Werk vorgelegt."

FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung (7.4.2006)


„Die Verengung der Welt, der Verlust des äusseren Lebens und der Rückzug ins Innere als das Verlässliche und Bekannte – das alles liest sich in seiner lapidaren Diktion so glaubhaft, als habe es die Autorin selbst durchlebt. Man entdeckt dann plötzlich wunderbare, wie in Stein gemeisselte End-Sätze über Sinn und Widersinn des Lebens…

Neue Zürcher Zeitung, 28.2.2006


„Margit Schreiner zieht in ihrem Buch der Enttäuschungen die tragikomische Bilanz eines Lebens, das bestimmt ist von der Erkenntnis, dass es kein richtiges Leben im falschen gibt.“

Der Standard, 8.10.2005


„Nie himmelhoch jauchzend, stets zu Tode betrübt: Dieses Buch der Enttäuschungen hält, was es verspricht. Das Menschenleben von der Wiege bis zur Bahre (mit der Zwischenstation Altersheim), gnadenlos beobachtet. Der einzige Trost ist Margit Schreiners leiser Schwarzer Humor: Sie schreibt glänzender denn je.“

Die Welt, 15.10.2005


„Die Autorin schlägt den Bogen vom Kleinkind zum Greis und stellt in so exakten wie amüsanten Beschreibungen die Ähnlichkeit beider Welten dar, die auf Sinneswahrnehmungen reduziert und von Einsamkeit, Hilflosigkeit und Unverständnis geprägt sind.“

Profil, Oktober 2005


Das Buch der Enttäuschungen lässt sich als Plädoyer für jene in den Hintergrund gedrängten Lebenszusammenhänge lesen, in denen nicht Konkurrenz und Leistung, sondern Empathie und Geduld vonnöten sind. ..Margit Schreiner beharrt auf dem Privaten, seiner Darstellung, seiner politischen Bedeutung und schließlich seiner Lebensqualität.“

Die Presse, 29.10.2005


„Altern ist in der jüngsten Literatur ein großes Thema….Doch Schreiners protokollartiger Bericht über die Phänomene des Alterns, die Verzichte und Selbstreduktionen, die der Körper nach und nach abverlangt, die allmählich immer lockerer werdenden Fäden, die das Leben im Diesseits verankert halten – all das ist in dieser Dichte und auch mit diesem unerbittlichen, aber gleichzeitig humorvollen Ton einzigartig.“

Die Furche, 17.11.2005

„Margit Schreiner leiht ihre Stimme einer Toten. Einer achtundsiebzigjährigen Frau, die endlich gestorben ist, nachdem sie zwei Jahre lang durch einen Schlaganfall ans Bett gefesselt war. Sie zieht eine bittere Bilanz.(...) Ähnlich wie in ihrem zuvor erschienenen Text „Heißt lieben“ stellt Margit Schreiner auch im „Buch der Enttäuschungen“ die Lebensreihenfolge auf den Kopf. Es beginnt mit dem Tod und endet mit der Geburt. Dazwischen verkleckert das bisschen Leben. Dies zu beschreiben gelingt der Autorin grandios. (...) Immer wenn die Autorin sich den Nöten des Alters zuwendet, ist sie in ihrem Element. Wir können begreifen, was die Alten so quält und mürrisch macht und was in Kürze auch uns selbst bedrängen wird. Margit Schreiners Einfühlungsvermögen ist bewundernswert. Und noch mehr die Musikalität ihrer Prosa.“

NDR, Norddeutscher Rundfunk – Michael Schornstheimer


„Im Mittelpunkt steht, posthum, eine Ich-Erzählerin, die sich und den anderen die Hoffnung durch das mit vielen Enttäuschungen einhergehende Leben nicht nehmen lassen will. Die Lektüre will resistent machen gegen Täuschung und das Betrogen-Werden. Ja noch mehr: Im Enttäuscht-Werden erkennt Schreiner einen wichtigen Prozess der Erkenntnis. Sie entdeckt in ihrer Analyse des Älterwerdens und Altwerdens geradezu eine Chance, speziell für die Jüngeren, das Leben gegen allen Betrug zu lieben und durchzuhalten.(...)
Schreiner gelingt es in ihrem Roman bewundernswert, auf 174 Seiten modellhaft ein dichtes Szenarium des Lebens zu schildern. Ein bemerkenswertes Faktum - vor allem, wenn man den derzeitigen Trend zu möglichst dicken Büchern mit wachsender Sorge beobachtet, in denen auf einem Mehr an Seiten immer häufiger ein Minus an Substanz, Aussage und Weisheit aufzufinden ist. Bei Schreiner sind Soll und Haben, Form und Inhalt mehr als ausgeglichen...“

ORF, Österreichischer Rundfunk


Witzig-defaitistische Lebensbetrachtungen - Mit dem Titel ist eigentlich alles gesagt. Im Buch der Enttäuschungen schreibt Margit Schreiner über sämtliche Enttäuschungen, die das Leben so zu bieten hat, oder muss man schon sagen: die das Leben förmlich ausmachen? Schreiners ironischer und zugleich gnadenloser Blick dringt hinein ins Wesen und die Substanz des Menschseins, und die 1953 in Linz geborene Autorin bedient sich für dieses ungeschönte Lamento auch noch eines kleinen Kunstgriffs: Ihre ich-erzählende Protagonistin hat es schon hinter sich, das Leben nämlich. Sie erzählt posthum aus dem Jenseits. Anders gesagt: Hier berichtet eine, die es wahrlich wissen muss: [...]

Thomas Schaller, in: ORF Österreich 1 – Literaturminiatur 06.09.2005

 

Interview zu “Buch der Enttäuschungen”

Margit Schreiner, wovon handelt Ihr neuer Roman?
Die erste Reaktion meines Verlegers war: Dieses Buch spricht vom Tod, handelt aber in jeder Zeile vom Leben. Dabei gehe ich davon aus, dass sich mein Leben im wesentlichen nicht vom Leben anderer Menschen unterscheidet. Wir alle haben Zeit unseres Lebens größte Hoffnungen, die wir uns nicht zerstören lassen wollen.

Der Romantitel ist anziehend und abschreckend zugleich. Ich könnte mir vorstellen, anziehend für Leser, die älter sind, und eher abschreckend für jüngere Leserinnen und Leser…
Gerade die jungen Menschen sind meiner Meinung nach die Enttäuschten, weil sie die größeren Hoffnungen haben. Und davon handelt das Buch. Kinder, Jugendliche wie Erwachsene werden in dieser Gesellschaft betrogen. Ich bin sicher, sie wissen es auch, aber immer, wenn man etwas weiß, ist es schon zu spät.


Warum sollten sie dann diesen Roman noch lesen?
Literatur  ändert nie etwas und es ist immer zu spät, auf jeden Fall. Der einzige Trost ist, wenn das einem bewusst wird. Und das geschieht durch die Literatur.

Andere Autoren behaupten oft das Gegenteil, sie sagen, sie könnten die Welt ändern!
Dann sind sie Politiker, keine Autoren. Oder Ideologen.

Aber wenn man Ihre vorherigen Romane gelesen hat, „Haus Frauen Sex“ oder „Heißt lieben“, dann gewinnt man doch den Eindruck, dass da ein Schub vor sich gegangen ist, in eine Richtung, die nicht zu erwarten war.
Ja, jedes Buch ist ein Schub in eine nicht erwartete Richtung. Und dieses Buch ist für mich ein besonderes, weil es besonders konsequent mit Komik und Tragik unseres Lebens umgeht. Ob es mir gelungen ist, müssen die Leser entscheiden. Ich persönlich jedenfalls empfinde dieses Buch nicht negativ, sondern – trotz des Titels – positiv.

Mit Sicherheit gibt es in Ihrem Roman Züge, die zwangsläufig an Thomas Bernhard erinnern. Nicht in Form einer Simulation seines Stils, sondern in einer Nähe zu dessen Weltsicht. Ist diese Weltsicht heute noch legitim?
Thomas Bernhard ist ein Pessimist, der Pessimist muss aber, wenn er nicht vollkommen verzweifeln will, der Wirklichkeit ihre komischen Seiten abgewinnen.

Margit Schreiner als weibliches Alter Ego von Thomas Bernhard?
Ich fühle mich geehrt. Allerdings ist mir auch wichtig, konkrete Geschichten zu erzählen, Subjektives zu berichten, und die Liebe nicht auszusparen.

Für wen haben Sie dieses Buch nicht geschrieben?
Für Optimisten und andere Rechthaber.

Und warum sollten Pessimisten Ihren Roman lesen?
Weil sie das Leben lieben.

Textprobe

Wir sind es nicht gewöhnt, den Geist zu lieben. Immer wollten wir nur den Körper lieben und andere sollten auch unseren Körper lieben.  Und zwar trotz seiner Mängel. Bereits mit dreizehn oder vierzehn Jahren stehen wir, wenn wir Mädchen sind, stundenlang vor dem Spiegel und finden überall etwas auszusetzen an uns. Sind wir männlich, beginnt es erst mit sechzehn oder siebzehn: Der Bauch ist nicht flach genug oder zu flach, konkav irgendwie, die Hüftknochen sind zu deutlich sichtbar oder gar nicht sichtbar, die Beine sind krumm und nicht lang genug, oder sie sind gerade und lang, aber nicht schlank genug oder sie sind zwar lang und schlank genug, aber nicht geformt genug oder sie sind zu geformt oder die Knie sind zu dick, die Füße zu groß, der Hals zu lang oder zu kurz oder wir entdecken gar ein Doppelkinn, wenn wir uns im Profil betrachten, indem wir den Kopf auf die Brust senken. Außerdem ist, wenn wir weiblich sind, der Busen zu klein oder zu groß, wenn wir männlich sind der Oberkörper zu kurz oder zu lang, besonders im Verhältnis zum Gesamtkörper, die Haare sind zu glatt und zu fett oder zu lockig und zu trocken, die Farbe stimmt sowieso grundsätzlich nicht und die Nase ist immer entweder grotesk groß oder lächerlich klein, stupsnäschenartig, die Augen sind zu schmal, Schlitzaugen nachgerade, oder sie sind so groß, dass es ausschaut, als rissen wir sie Tag und Nacht weit auf vor Staunen. Die Wimpern sind nie dicht und dunkel genug, die Ohren stehen in einem bestimmten Alter unweigerlich ab, die Arme sind grundsätzlich zu lang und die Finger zu dick und zu kurz, außer sie sind zu lang und zu knochig. Zu alledem haben wir noch überall im Gesicht Pickel. Aber Gott sei Dank entdecken wir dann schnell, dass wir die Pickel mit Gesichtswasser behandeln und mit Cremen überdecken können und dass die Beine mit bestimmten Hosen  länger ausschauen. Die Hüften und das Gesäß verdecken wir mit weiten Sweat-shirts. Gegebenenfalls auch den zu großen Busen. Sind wir männlich, können wir uns nun, ob es nötig ist oder nicht, täglich rasieren, wir können Bartwuchsmittel auf Nachnahme bestellen und Muskelcremen. Oder wir können einfach ununterbrochen trainieren. Flaumige Barthaare lassen sich auch mit Wimperntusche verstärken. Die Haare können wir täglich frisch waschen und färben. Sind wir weiblich, können wir sie außerdem entweder mit Papilotten eindrehen, oder mit Lockenentferner glätten, die Augen mit Eyeliner größer schminken, die Wimpern tuschen, die Augenbrauen färben, den kleinen Busen mit einem Push-up vergrößern, die Nase pudern, die Lippen anmalen. Das Doppelkinn können wir vermeiden, indem wir notfalls das Kinn besonders hoch tragen. So lernen wir uns und die anderen zu täuschen. Und genau das ist unser Problem zwischen zwanzig und dreißig. Wir denken, dass wir unsere Umwelt ununterbrochen über uns täuschen. Wir denken, dass wir die Lehrer täuschen und die Professoren, die Ausbildner und die Weiterbildner und die Chefs und die Personalchefs. Und die Männer, wenn wir Frauen sind und die Frauen, wenn wir Männer sind. Wir denken zurecht, dass wir nicht das sind, was wir scheinen und wofür sie uns halten und deshalb müssen wir immer aufpassen, dass wir nicht erwischt werden bei den Täuschungen. Wir müssen aufpassen, was wir sagen und wann wir es sagen und immer bedenken, wie wir es sagen, wir müssen aufpassen, wie wir uns bewegen und dass wir uns nicht zuviel oder zuwenig bewegen und was unsere Mienen verraten. Wir müssen aufpassen, dass unsere Mienen nicht zuviel verraten, aber wir müssen auch aufpassen, dass sie nicht gar nichts verraten, weil wir dann versteinerte Mienen hätten und dadurch erst recht zu erkennen gäben, dass wir unsere  Professoren und Ausbildner und Chefs und vor allem die Männer oder die Frauen ununterbrochen täuschen. Unzählige Dinge dürfen wir deshalb nicht tun: Wenn wir Frauen sind, dürfen wir nicht zuviel lachen und nicht zu laut lachen, wir dürfen aber auch nicht zu wenig lachen oder zu verkrampft lachen, wenn wir Männer sind, müssen wir dröhnend laut lachen, dürfen aber unter keinen Umständen weinen. Wir dürfen nicht einmal feuchte Augen bekommen. Frauen dürfen nicht saufen, Männer kein Mineralwasser trinken. Frauen müssen sich zieren, wenn Männer sie ansprechen, Männer müssen Frauen ansprechen und zwar nicht irgendwie, sondern nach ganz bestimmten Regeln, die aber niemand kennt. Männer dürfen niemals einen Korb bekommen und Frauen müssen Männern stets einen Korb geben. Männer müssen Frauen auf jeden Fall herumkriegen und reinlegen und dann flachlegen, Frauen dürfen sich auf keinen Fall herumkriegen und reinlegen und schon gar nicht flachlegen lassen. Männer müssen Muskeln haben und Frauen große Brüste. Männer müssen kleine feste  und Frauen große feste Hintern haben. Männer müssen wissen, was sie tun und Frauen müssen wissen, was sie nicht tun. Frauen müssen besser tanzen können als Männer. Männer müssen stärker sein als Frauen. Deshalb müssen Männer zärtlich sein können oder zumindest Zärtlichkeit vortäuschen. Frauen müssen einen Orgasmus haben oder zumindest einen Orgasmus vortäuschen können. Männer müssen zuerst erigieren und dann ejakulieren, denn das kann man nicht vortäuschen. Männer müssen einen Job finden und Frauen müssen Männer finden. Wenn ein Mann eine Frau gefunden hat, was üblicherweise in diesem Altersabschnitt der Fall ist, kann der Mann sich aufs Geldverdienen konzentrieren und braucht die Frau nicht weiter zu täuschen. Die Frau muss versuchen, den Mann, den sie gefunden hat, zu behalten und muss daher weiter Zärtlichkeit, Verständnis und einen Orgasmus vortäuschen, damit sie ihn nicht wieder verliert. Männer und Frauen müssen sich fit halten, weil die Gesellschaft fitte Menschen braucht und keine verbrauchten oder kranken oder alten Menschen.
Und wir glauben, das ginge immer so weiter und der Körper stünde ganz zu unserer Verfügung. Der aber verfällt. Von Anfang an. Die ersten Verfallserscheinungen sind noch unauffällig. Wir entdecken große Poren im Gesicht, helle Streifen auf dem Bauch und zwar unabhängig davon, ob wir Männer oder Frauen sind und ob wir, falls wir Frauen sind, bis dahin schwanger waren oder nicht, Ansätze zur Orangenhaut auf den Oberschenkeln, wenn wir Frauen sind, Ansätze zu einem Bierbauch, wenn wir Männer sind, feine Fältchen auf dem Hals und unter den Augen, kleine rote Punkte auf der Haut. Der Busen, egal ob männlich oder weiblich und egal ob groß oder klein hat sich kaum merklich gesenkt. Ebenso der Hintern. Wir müssen neuerdings eine Zange verwenden, um unsere Zehennägel zu schneiden und einen Bimsstein, um die Hornhaut zu entfernen. Wir verwenden Haarkuren gegen die plötzlich zu trockenen oder zu fettigen oder schuppigen Haare und Vitamincremen fürs Gesicht und den Körper. Und wenn uns die Beine jetzt manchmal wehtun, dann verwenden wir Fußbäder und Stützstrümpfe und gegen die Rückenschmerzen nehmen wir Schwefelbäder.
Wir denken ja immer, es könnte alles wieder so werden, wie es früher war. Das stimmt aber nicht. Nichts wird wie früher. Gar nichts. Die Falten lassen sich niemals wieder glätten, kein Haltungsschaden ist reversibel, kein Seh- oder Hör- oder Gelenkschaden zurücknehmbar, jeder Beinbruch verändert alles so wie jede Verrenkung, jede Erkenntnis, jede Liebe und jede Kränkung. Alles hinterlässt seine Spuren. Besonders das Leben… “

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